„Mietwohnungs-Monitor 2017“ - "Jung- und Erstmieter" erschienen: Fokus auf erster eigener Wohnung und Wanderungsverhalten in Großstädte

Die junge Generation der 18 bis 29-jährigen ist statistisch gesehen die mobilste der Bundesrepublik. Nach Beendigung der Schulausbildung beginnt mit der Phase der Berufsausbildung oder des Jobeinstieges für die allermeisten jungen Erwachsenen ein neuer Lebensabschnitt, der in nicht wenigen Fällen den Umzug in eine andere Stadt erforderlich macht. Die dabei notwendige Wohnungssuche und die schlussendlich gefundene erste eigene Wohnung sind für viele Menschen eine einschneidende Erfahrung: die Umstellung groß, die Motive und Rahmenbedingungen vielfältig, die Entfernung zum Elternhaus teilweise immens.

Im Rahmen der Forschungsreihe „Mietwohnungs-Monitor“ hat das FOG-Institut 765 Jung- bzw. Erstmieter im Alter von 18 bis 34 Jahren ausschließlich in den Neuen Bundesländern und Berlin befragt. Der Studie untersuchte deren Erfahrungen beim Anmieten ihrer ersten eigenen Wohnung (egal ob Wohnung, Wohnheim, WG), deren Anforderungen, Wünsche und Notwendigkeiten sowie deren Vorgehen bei der Wohnungssuche. Im Kern ging es darum zu ermitteln, wie die junge Generation in puncto erster eigener Wohnung „tickt“, welche Prioritäten sie in Anbetracht der zumeist noch überschaubaren finanziellen Ressourcen setzt und welche Motive und Gedanken sie beim Bezug der ersten eigenen Wohnung geleitet haben. Weiterhin beschäftigte sich der Band 3 mit den Ursachen des „Verstädterungs-Trends“ unter jungen Leuten, d. h. der Frage, welche Ursachen und Gründe die stetig steigende Zuwanderung in Großstädte hat. Darüber hinaus wurden die Themen „Mikroapartments“ sowie „Marketingmaßnahmen für die Jungmieter-Gewinnung“ behandelt.

 

Weitere Informationen bzw. Bestellmöglichkeiten zum „Mietwohnungs-Monitor 2017: Jung- und Erstmieter".


FOG-Studie "Chemnitz in Quadraten" visualisiert sozialräumliche Segregation in Chemnitz

„Chemnitz in Quadraten“ visualisiert mit einer eigens entwickelten Stadtteilkarte von Chemnitz die demographische und städtebauliche Situation der 39 Chemnitzer Stadtteile und verdeutlicht so die Vielfältigkeit von Segregationsprozessen auf dem Stadtgebiet.

Segregation ist ein Wesensmerkmal aller westlichen Städte. Die Bevölkerung einer Stadt verteilt sich ungleich bzw. disproportional über den städtischen Raum; es bilden sich Wohnstandorte mit unterschiedlichsten Qualitäten heraus, die umgangssprachlich verschiedene Zuschreibungen wie bspw. „Studentenviertel“, „Armutsviertel“, „Rentnerviertel“ oder „Eigenheimgebiet“ erhalten. Hart formuliert ist „Segregation somit nichts anderes als räumliche Abbildung sozialer Ungleichheit in einer Gesellschaft“. Segregation ist unproblematisch, solange sie freiwillig erfolgt: wohnen Personen ähnlichen Lebensstils und ähnlicher Milieus freiwillig – z. B. Kunst- und Kreativwirtschaftler, Studenten oder junge Familien – in einem Wohngebiet konzentriert beieinander, können sich Netzwerke und Unterstützungsstrukturen bilden.

Problematisch sind Segregationsprozesse immer nur dann, wenn mit bestimmten Wohnstandorten eine Ungleichverteilung von Lebenschancen und gesellschaftlichen Privilegien einhergehen. Konzentrieren sich sozial und ökonomisch benachteiligte Menschen räumlich in einem Gebiet, können die bestehenden sozialen Ungleichheiten weiter verstärkt werden. Bewohner bestimmter „Problemgebiete“ können Opfer von Ausgrenzung, Ghettoisierung und Diskriminierung werden. Aus einem benachteiligten Stadtteil wird dann ein benachteiligender Wohnstandort. Diese unfreiwillige Form der Segregation ist nicht Ergebnis einer Wohnstandortwahl, sondern zumeist die Folge von Zwängen, z. B. der Notwendigkeit, aufgrund knapper finanzieller Ressourcen günstig mieten zu müssen.

„Chemnitz in Quadraten“ will mit einer Vielzahl von Grafiken einen Schnell-Überblick über verschiedene sozialräumliche Ausprägungen geben. Jede einzelne Karte stellt eine singuläre Facette dar, die zeigt, wie sich die Menschen in Chemnitz und deren Wohn- und Lebensverhältnisse ungleich über den städtischen Raum verteilen.

 

Weitere Informationen zur Studie finden sich hier; bezogen werden kann die Studie über den FOG-Shop.


„Stadtteil-Profile Chemnitz 2017/18“ geben Überblick über soziodemographisch-bauliche Strukturen der 39 Chemnitzer Stadtteile

Ebenso wie Städte in ihrer Gesamtheit sind auch Stadtteile als kleinräumigere Gebietseinheiten ständigen Veränderungsprozessen ausgesetzt. Geburten und Sterbefälle, Zu- und Wegzüge wandeln regelmäßig nicht nur die Struktur der Bewohnerschaft, sondern können auch zu einem veränderten Nachfrageverhalten auf dem lokalen Wohnungsmarkt führen.  Das Zusammenspiel von Mensch, dessen dem Zeitgeschmack unterworfenen Wohnwünschen und finanziellen Ressourcen, und den städtebaulichen Gegebenheiten vor Ort führt dazu, dass sich Stadtteile in ganz verschiedene Richtungen entwickeln können. Stimmt der in einem Stadtteil zur Verfügung stehende Wohnraum (sowie dessen Lagequalität und die infrastrukturellen Verhältnisse) mit den Wünschen und Bedürfnissen von bestimmten Nachfragegruppen überein (z. B. Familien mit Kindern), können Stadtteile Bevölkerungsgewinne und rege Neubautätigkeiten verzeichnen. Andere Stadtteile wiederum schrumpfen und müssen mit Leerständen kämpfen.

 

In Chemnitz haben die 39 Stadtteile seit den 1990er Jahren eine wechselvolle Entwicklung genommen. Starke Bevölkerungsverluste nach der Wiedervereinigung, rege Neubau- und Sanierungstätigkeiten vor und nach der Jahrtausendwende, ein verändertes Wohnverhalten (Stichwort Re-Urbanisierung) und umfangreiche Zuzüge aus dem Ausland haben die Bevölkerungsstruktur der Stadtteile massiv gewandelt.

 

im Vorfeld der Bundestagswahlen 2017 hat das FOG-Institut seine Publikation „Stadtteil-Profile“ komplett überarbeitet, auf den aktuellsten Stand gebracht und mit einem neuen Layout versehen. Die 84-seitige Broschüre porträtiert jeden der 39 Chemnitzer Stadtteile und dessen Bewohnerschaft auf Basis verfügbarer Quellen und Daten in den Bereichen

  • Überblick
  • Bevölkerungsentwicklung
  • Flächennutzung
  • Kennzahlen & Durchschnittswerte
  • Soziodemographische Angaben der Stadtteil-Bewohnerschaft
  • Haushalts- und Wohnstrukturen
  • Natürliche und räumliche Bevölkerungsbewegungen
  • Wohnungen und Gebäude
  • Wahlergebnisse und Wahlbeteiligung der Bundestagswahl 2013

Eine Gesamtübersicht ermöglicht den Abgleich der Stadtteil-Daten mit den Werten der Gesamtstadt.

 

Der zweite Teil der Publikation zeigt auf insgesamt 30 Seiten vergleichende Grafiken, Tabellen und Visualisierungen zu einer Vielzahl von Stadtteil-Statistiken: Ranglisten u. a. zur Geburtenanzahl, zur Eigentümerquote, zur PKW-Dichte, zur Arbeitslosigkeit, zur „Umzugsfreudigkeit“ zeigen die Heterogenität der Chemnitzer Stadtteile und seiner Bewohnerschaft.

 

Zielgruppe der „Stadtteil-Profile“ sind in Chemnitz agierende Parteien und Vereine sowie Wohnungsmarkt-Akteure und Bürger, die sich tiefergehend mit den kleinräumigen Strukturen der Chemnitzer Stadtteile befassen wollen.


FOG-Institut baut Datensammlung für Chemnitz auf

Im Zeitalter der "Open Data-Bewegung" interessieren sich vielfältige Nutzergruppen - sei es aus privatem oder beruflichem Interesse - für verschiedenste Daten. Wie viele andere Interessierte ist auch das FOG-Institut auf die Veröffentlichung von Daten anderer Quellen angewiesen, um fundierte Berichte und Publikationen erstellen zu können. Um zukünftig allen Nutzern und Chemnitz-Interessierten schnelle und zeitgemäße Informationen über Chemnitz liefern zu können, wird das FOG-Institut unter www.fog-institut.de/chemnitz eine Vielzahl von (interaktiven) Diagrammen und Tabellen mit Chemnitz-Bezug bündeln. Mit einem Klick auf "Daten" unten im jeweiligen Diagramm kann sich jeder Nutzer die Daten in csv-Form exportieren und für seine eigenen Zwecke nutzen. Die Datensammlung wird ab sofort laufend aktualisiert werden.


FOG-Institut bezieht neue Räumlichkeiten in der Theaterstraße 56

Das FOG-Institut ist Anfang April von der Zietenstraße 2a direkt in das Chemnitzer Stadtzentrum auf die Theaterstraße 56 (09111 Chemnitz) gezogen. Bis auf die neue Adresse und die neuen Räumlichkeiten ändert sich für Kunden vereinfacht gesagt "nix": alle Kommunikationskanäle (Telefon, Fax) bleiben unverändert. Einzig der Raum für Gruppendiskussionen und Präsentationen wandert in den im Gebäude befindlichen Coworking Space „Zammwerk“, an dessen Gründung das FOG-Institut sowohl inhaltlich als auch personell mitbeteiligt war bzw. ist. Parkplätze finden sich direkt vor dem Gebäude entlang der Theaterstraße. Die Chemnitzer City, das Rathaus und die Zentralhaltestelle sind Luftlinie 300 Meter vom neuen Standort entfernt. Im Rahmen der Umzugsaktivitäten räumt das FOG-Institut seine Lager: alle gedruckten FOG-Studien der vergangenen Jahren sind im Shop vergünstigt zu erhalten.



Wohnungsmarkt-Report Chemnitz 2017: durchschnittliche Angebotsmieten steigen erstmals auf über 5 €/m²; Leerstand sinkt weiter

Steigende Einwohner- und Haushaltszahlen auf der einen, vermehrte Bau- und Sanierungstätigkeiten auf der anderen Seite haben Bewegung in den Chemnitzer Mietwohnungsmarkt gebracht. Im Rahmen der FOG-Wohnungsmarkt-Stichprobe vom November 2016 stieg die durchschnittliche Angebotsmiete erstmals auf über 5 € pro Quadratmeter – im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Preise um ca. 2,5 Prozent von 4,88 €/m² auf 5,01 €/m².

 

Die verfügbaren Wohnungsangebote werden erneut von 2- und 3-Raum-Wohnungen dominiert. Aktuelle Sanierungstätigkeiten fokussieren sich deshalb stark auf den Bereich der größeren Wohnungen. Entsprechend hoch sind die Preise von 4-Raum-Wohnungen. Deren Quadratmeterpreise liegen deutlich über dem Chemnitzer Gesamt-Mittelwert – Wohnungen mit einer Wohnfläche von 100 bis 109 m² sind mit einem Quadratmeterpreis von 5,76 m² inzwischen gar die preisintensivsten auf dem Wohnungsmarkt. Weitere Informationen.


„Mietwohnungs-Monitor 2016“ legt Fokus auf Wohnlage-Ansprüche von Mietern in den Neuen Ländern und Berlin

Die Frage nach der Wohnlage ist in Ostdeutschland in doppelter Hinsicht spannend. Bis auf wenige Ausnahmen hat der Mieter nahezu überall in den Neuen Bundesländern die Qual der Wahl – sowohl im kleinräumigen Kontext einer Stadt oder eines Stadtteils als auch im größeren Kontext gedacht. Während manch ein Mieter in westdeutschen Ballungsräumen froh ist, überhaupt eine (bezahlbare) Wohnung gefunden zu haben, kann der ostdeutsche Mieter bewusst und ohne Druck wählen und dort – weil das Gros der Wohnungen „locker“ finanzierbar ist – auch Lagekriterien- und Anforderungen bewusst in seine Wohnstandort-Entscheidung mit einfließen lassen.

Im Rahmen der Forschungsreihe „Mietwohnungs-Monitor“ hat das FOG-Institut 751 Mieter-Haushalte (Alter 18 bis 59 Jahre) ausschließlich in den Neuen Bundesländern und Berlin befragt. Der Ergebnisbericht zur Studie  „Mietwohnungs-Monitor 2016: Band 2: Ausstattungs-, Wohnlage- und Wohngebäude-Präferenzen / Nachbarschaften und soziales Wohnumfeld / Mieter-Vermieter-Kommunikation / Images von Vermietern“  beschäftigt sich auf 56 Seiten sich mit Mieter-Wünschen und Anforderungen an die Wohnlage, an das infrastrukturelle Umfeld, an die Nachbarschaft und an die Vermieter-Mieter-Kommunikation. Weiterhin beleuchtet sie, wie Mieter als Akteure des Wohnungsmarktes bei der Wohnungssuche vorgehen und welche Serviceleistungen zukünftig für sie von Relevanz sein könnten. Die Studie stellte insgesamt sieben Leitfragen

1. Wie lässt sich der Erstkontakt der Mieter mit der Wohnung charakterisieren? Über welchen Kanal wurde die Wohnung entdeckt? Welche Faktoren sprachen beim Vermietungsvorgang für die Wohnung?

2. Welche Wohngebäudetypen mögen Mieter? Wie stark unterscheiden sich Wohngebäudepräferenzen?

3. Welche (infrastrukturellen) Erwartungen haben Mieter an ihren konkreten Wohnstandort?

4. Welche Vorstellungen und Erwartungen haben Mieter an ihr soziales Wohnumfeld und ihre Nachbarschaft?

5. Welche (digitalen) Serviceleistungen der Wohnungswirtschaft können zukünftig für Mieter interessant sein?

6. Welche Images haben verschiedene Typen von Vermietern?

7. Wie kann bzw. soll sich die zukünftige Kommunikation zwischen Mietern und Vermietern gestalten? Welche Inhalte sollen auf welchen Kanälen kommuniziert werden?

 

Weitere Informationen bzw. Bestellmöglichkeiten zur Studie.


Mietpreisübersicht in Chemnitz - Juli 2016

Basierend auf knapp 71.000 Wohnungsinseraten in den Plattformen Immobilienscout24, Immowelt und Immonet im Zeitraum Juli 2014  bis Juli 2016 hat das FOG-Institut mit Hilfe der Preisvergleichs-Webseite wohnpreis.de für die 39 Chemnitzer Stadtteile durchschnittliche Angebots-Mietpreise ermittelt. Als günstigster Stadtteil erweist sich "Hutholz" mit 4,44 €/m² (netto kalt), während Mietwohnungen in Randgebieten teilweise annähernd 6,00 €/m² kosten können. Die großen innerstädtischen Stadtteilen sind preislich um die 5€/m²-Marke zu finden. Der Gesamtmittelwert aller angebotenen Wohnungen lag im Juli 2016 bei 4,95 €/m² (Juli 2015: 4,90 m²)

Basierend auf knapp 71.000 Wohnungsinseraten in den Plattformen Immobilienscout24, Immowelt und Immonet im Zeitraum Juli 2014  bis Juli 2016 hat das FOG-Institut mit Hilfe der Preisvergleichs-Webseite wohnpreis.de für die 39 Chemnitzer Stadtteile durchschnittliche Angebots-Mietpreise ermittelt. Als günstigster Stadtteil erweist sich "Hutholz" mit 4,44 €/m² (netto kalt), während Mietwohnungen in Randgebieten teilweise annähernd 6,00 €/m² kosten können. Die großen innerstädtischen Stadtteilen sind preislich um die 5€/m²-Marke zu finden. Der Gesamtmittelwert aller angebotenen Wohnungen lag im Juli 2016 bei 4,95 €/m² (Juli 2015: 4,90 m²)

Hinweis: Die hier dargestellten Werte sind lediglich Richtwerte und dienen zur groben Orientierung. Die auf den gängigen Immobilienplattformen angebotenen Wohnungen sind nicht 100%-ig repräsentativ für den Chemnitzer Wohnungsmarkt, da diese vordergründig vom sog. "freien" Wohnungsmarkt (kleinere und Kleinstvermieter) genutzt werden. Die großen Chemnitzer Wohnungsgesellschaften bzw. -genossenschaften bieten darüberhinaus viele ihrer Wohnungen auf ihren eigenen Webseiten an und nicht auf den oben genannten Plattformen.

Weitere Detailinformationen zum Chemnitzer Wohnungsmarkt finden sich hier.

Weitere Themenkarten zur Chemnitz finden sich hier.


EnviaM und FOG-Institut erstellen "Energetisches Quartierskonzept" für Schönheide/E.

Das kernstädtische Untersuchungsgebiet in Schönheide/E.
Das kernstädtische Untersuchungsgebiet in Schönheide/E.

Wie viel Energie verbraucht eigentliche eine Gemeinde? Eine Schule, ein Rathaus, ein Kindergarten, hunderte Straßenlaternen? Und wie (und an welchen Stellen) können die Gemeindeverwaltung und ihre Bürger sinnvolle Einsparungen vornehmen? Genau das erforschen die EnviaM und das FOG-Institut für ein Teilgebiet der Gemeinde Schönheide/E., in der 4.600 Menschen auf einer Fläche von 28 km² leben. Das „Energetische Quartierskonzept" prüft und überdenkt für den zentralen, historisch gewachsenen Kernbereich von Schönheide sämtliche energetisch relevanten Daten: Wie sieht die Energie- und CO2-Bilanz im Gebiet aus; welche Energieverbräuche sind der Straßenbeleuchtung zuzuordnen? Wo liegen CO2-Minderungspotentiale? Wo lassen sich Ausbaupotentiale für Erneuerbare Energien und Kraft-Wärme-Kopplung finden? Die Forschungsarbeiten dauern bis in den Herbst 2016 an.


Wohnungsmarkt-Report Chemnitz 2016: Chemnitz wächst,  Leerstände entwickeln sich rückläufig, aber durchschnittliche Angebotsmieten weiterhin unter 5 €/m²

Der Chemnitzer Mietwohnungsmarkt zeigt sich weiterhin von seiner - zumindest aus Mietersicht - besten, d. h. günstigsten, Seite. Der FOG-"Wohnungsmarkt-Report Chemnitz 2016" zeigt einen durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 4,88 € pro Quadratmeter Wohnfläche (nettokalt, Herbst 2015) und damit im Vergleich zum Vorjahr einen de facto konstanten Wert.

Basierend auf stark steigenden Einwohnerzahlen und leicht wachsenden Haushaltsanzahlen hat sich der Wohnungsleerstand in Chemnitz weiter verringert. Je nach Quelle stehen in Chemnitz 22.400 (StaLA Sachsen) bis 25.600 Wohnungen (Stadt Chemnitz) leer (Stand Ende 2014). Dies entspricht relativ einem Wert von 14,5 bzw. 16 Prozent. Wichtig für die Interpretation dieses Wertes: Nicht alle Wohnungen stehen dem Markt tatsächlich zur Verfügung. Er beinhaltet alle leeren Wohnungen, unabhängig vom Grad der Sanierung. Auch Wohnungen in unsanierten Gebäuden, die unvermietbar sind, werden mitgezählt.

Weitere Informationen zum "Wohnungsmarkt-Report Chemnitz 2016".


"Mietwohnungs-Monitor 2015": Ergebnisse der Mieterbefragung liegen vor

Mit dem "Mietwohnungs-Monitor" startet das FOG-Institut im Rahmen des Forschungsbereichs "Wohnungswirtschaft im Wandel" eine Serie von Untersuchungen über Mieter und Mietwohnungen in Deutschland. Kernstück des Mietwohnungs-Monitors ist eine jährlich durchgeführte Repräsentativ-Befragung von Mietern in Deutschland. Im Rahmen der 2015er-Studie wurden konkrete bauliche Ausstattungsmerkmale von Mietwohnungen und deren Beliebtheit bei der Bevölkerung abgefragt. Die Studie sucht nach dem Zeitgeschmack von "normalen" Mietern, um eine Standardwohnung definieren zu können. Sie will ermitteln, welche Elemente einer normalen Mietwohnung Mieter zum heutigen Tag präferieren, was sie zeitgemäß oder veraltet finden. Die Auswertung von 848 befragten Mietern aus ganz Deutschland ist abgeschlossen; der Ergebnisbericht liegt vor und kann hier angefordert werden. Weitere Informationen zum Mietwohnungs-Monitor.


"Twitter in Chemnitz"-Studie geht von 2.500 bis 3.000 aktiven Nutzern in Chemnitz aus

Twitter ist in der Krise - zumindest wenn man dem Aktienkurs glaubt. Im August 2015 fiel die Aktie des Kurzbotschaftendienstes erstmals unter ihren Ausgabepreis zum Börsenstart vor knapp zwei Jahren. Global betrachtet leidet Twitter: Das Nutzer-Wachstum hat sich deutlich verlangsamt, das Unternehmen hat de facto noch nie Geld verdient.

Nahezu 70 % aller deutschsprachigen Twitter-Accounts sind inaktiv (d. h. sie versenden keine Tweets), gerade Neu-Twitterer werden vor Probleme gestellt. Der Aktienkurs ist jedoch nur die eine Seite der Medaille; auf der anderen Seite nutzen mehr als 300 Mio. Menschen Twitter, denen die betriebswirtschaftliche Komponente des Unternehmens erst einmal vollkommen egal sein kann. Oder doch nicht?

In Kooperation mit der medienspinnerei untersucht das FOG-Institut für Markt- und Sozialforschung die Twitter-Nutzung in Chemnitz und Umgebung.  Unter dem Titel "Twitter in Chemnitz" soll das  globale Phänomen (Twitter) auf einen Ort (Chemnitz) „heruntergebrochen“ und das Verhalten der Twitterer, ihre Motive und Hintergründe, aber auch ihre Schwierigkeiten und Probleme mit dem Medium beleuchtet werden.

Weitere Informationen finden sich hier.